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Bambusgeschichte
Als
eine der ältesten und vielseitigsten Pflanzen unserer Erde ist Bambus
sicher auch eine der rätselhaftesten.
In
Asien, aber auch in großen Teilen von Amerika war und ist Bambus von
zentraler Bedeutung in Ökonomie, Kunst, Kultur und Religion. Daneben
bildet Bambus einen bedeutenden Bestandteil der dortigen Vegetation.
Die
Ursprungsheimat aller Bambusanwendungen seit mehr als 3000 Jahren ist
zweifelsohne China. Dabei finden sich über 1000 Anwendungsbeispiele
allein in alltäglichen Gebrauch. Auch in Süd- und Mittelamerika fanden
die Europäer bei Ihrer Ankunft Bambus als Werkstoff der Ureinwohner
vor. Mit "Halmen so dick wie eines Mannes Oberschenkel" wie
Kolumbus 1502 notierte, waren auch die karibischen Inseln bedeckt mit
Bambuswäldern.
In
Kolumbien leben noch heute - neben dem Kaffee- und Kokainanbau - rund
eine Million Menschen von der "Guadua", einer der dicksten und
härtesten Bambusarten.
Die
fernöstliche Philosophie bemächtigte sich der eindrucksvollen
physikalischen Eigenschaften der Pflanze, um Gleichnisse für Stärke
und Zähigkeit bildhaft zu vermitteln. Der Bambuswald galt und gilt noch
immer als ein Mysterium. Ein Spaziergang im Bambuswald würde übernatürliche
Kräfte und Fähigkeiten verleihen und inspirierend wirken.
Tatsächlich
ist es so, daß der Überschuß an Sauerstoff im Bambushain sich positiv
auf unser Gehirn auswirkt.
Bambus
lacht, sagen die Chinesen, er nährt sowohl den Leib als auch das Gemüt
und ruht die Seele aus. Im Schönheitssinn der Japaner gilt er als
Inbild sanfter Melancholie.
Inzwischen
hat die Faszination Bambus auch Europa erreicht und nicht nur mich mit
dem Bambus-Fieber infiziert. Ein Grund, das Riesengras einmal genauer
unter die Lupe zu nehmen.
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